Angst. Das Dämonische.

Eine Zumutung zur samstäglichen Vesperzeit: Angst entspringt angesichts der Möglichkeit zur Freiheit. Angst ist Angst vor dem Guten, und das Gute liegt in der Freiheit. In dieser Angst vor dem Guten liegt das Dämonische. Das Dämonische ist Angst vor dem Guten, wenn die Freiheit verloren ist und die Unfreiheit das Regiment übernommen hat. Das Dämonische Weiterlesen …

Kunst betrachten – ein Porträtprojekt

Ich blicke zurück auf ein intensives, bereicherndes Kunst- und Kulturwochenende in Chemnitz. Viel gelaufen, viel gesehen, viel erlebt. Und viele gehaltvolle Gespräche mit völlig fremden Menschen geführt, nicht nur über Kunst. Ein Gespräch brachte mich auf den Gedanken eines kleinen Projekts über Menschen, die Kunst betrachten. Da kamen zwei Dinge zusammen: Zum einen sollte ich Weiterlesen …

Rotz, Rosen und Revolte

Das Wochenende habe ich in München bei meiner lieben Freundin Katja verbracht und wir waren – beide kunstinteressiert – zusammen im Museum Brandhorst, in dem es eine Ausstellung zu „Fünf Freunden“ zu bewundern gab. DIese fünf Freunde sind nicht etwas die von Enid Blyton, sondern die Künstler John Cage, Merce Cunningham, Jasper Johns, Robert Rauschenberg Weiterlesen …

Blick aus dem Fenster

Es gibt sehr viele Bilder mit einem Fenstermotiv. Viele, vor allem ältere Bilder, zeigen eine Ansicht, bei dem eine Person dem Fenster den Rücken zukehrt; hier geht es darum, eine Aussage über ihren Status anhand der Beschaffenheit des Hauses, der Größe des Fensters und den Ausblick auf eine prosperierende Landschaft oder Stadt zu treffen. Andere Weiterlesen …

Fische und ich

Ich mag Fische. Ich mag überhaupt Tiere, nahezu alle, sofern sie nicht acht Beine haben. Früher hatte ich ein Aquarium, eigentlich zwei, das Kindl hatte auch eins. Heutzutage habe ich Fische in einem winzigen Gartenteich, kleine Fischli natürlich, denen der Teich riesig erscheint. Fische sind sehr pflegeleicht, man kann sie gut allein lassen, denn sie Weiterlesen …

Frauen (und du) im Porträt

An meinem Kühlschrank hängen diverse Magnete mit künstlerischen Darstellungen, meist Gemälde oder andere Kunstwerke. Darunter sind auch einige Frauenporträts, teils Selbstbildnisse. Oft ist der Blick direkt auf den*die Betrachter*in gerichtet, als schaue die abgebildete Personen einen direkt an, und man schaut zurück und es fühlt sich so an, als schaute man sich gegenseitig in die Weiterlesen …

Unter dem Blick deiner Augen…

Max Ernst, Historie naturelle, 1926 © VG Bild-Kunst, Bonn 2014   Unter dem Blick deiner Augen bin ich mir zur Frage geworden. Diese Aussage hat es mir angetan. Sie stammt von dem römischen Bischof und Kirchenlehrer Augustinus von Hippo, der auch Augustinus von Thagaste genannt wird und von 354 bis 480 gelebt hat. Nicht nur Weiterlesen …

In Erzählfiguren hineinschlüpfen

In meinen Seminaren bitte ich Studierende darum, sich mit besonderen Figuren zu identifizieren, so zu tun, als wären sie diese Figur und als steckten sie in deren Haut. Sie stellen sich vor, sie seien diese Charaktere, in deren Rolle sie in der Klasse und mit den Schüler*innen arbeiten. Die Figuren können aus Film, Literatur, Märchen Weiterlesen …

Toll! Prima! Super! – Über das Loben

Wie leicht geht es uns von den Lippen, so ein Lob. Und wir brechen in kleinere Begeisterungsstürme aus und werfen mit Adjektiven wie super, klasse, toll oder – etwas zeitgemäßer – krass oder mega um uns. Für nahezu alles, was man uns erzählt. Für jegliche Leistung, wobei nicht definiert ist, was eine Leistung ausmacht. Neulich, Weiterlesen …

Fremdheit im Bild

Heute habe ich mir mal wieder einen Tag im Museum gegönnt. Otto Mueller, expressionistischer Maler der Brücke-Gruppe. Sogar mit Führung, was ich selten ertrage, aber diesmal habe ich mich intuitiv dafür entschieden – und ich lag richtig. Habe viel gelernt und meine Gedanken wurden heftig angekurbelt. Kurz vorweg: Ausstellung, Kuration und Raumgestaltung, kritische Parallelausstellung, Führung Weiterlesen …