Mensch, Holz und Zeit

Seit Jahren schon bin ich leidenschaftliche Leserin des ‚Anderen Advent‘, ein Adventskalender des Vereins ‚Andere Zeiten e.V.‘ Drauf gebracht hat mich ein Freund aus Würzburger Tagen, der mir diesen Kalender über einen längeren Zeitraum in liebevoll gestalteten Briefen und Päckchen zuschickte. Inzwischen kaufe ich ihn mir selbst und freue mich schon Wochen vorher darauf, ihn Weiterlesen …

Musik hilft!

„Musik hilft!“ sagt der WDR 3 und fordert seit Wochen Hörer*innen und Musiker*innen auf, ihre Heilungsgeschichten und Musikgeschichtchen einzureichen, die dann ins laufende Programm eingestreut wurden und heute in einem Abschlusskonzert ihren Höhepunkt finden. Das kennt vermutlich jede und jeder: Es gibt bestimmte Musikstücke, die mit einer bestimmten Situation, Person, Lebensphase oder inneren Empfindung verbunden Weiterlesen …

Ach, du lieber, armer Fehler!

Ich bin jetzt mal ganz freundlich zu dir, du lieber, armer Fehler, denn ich lebe in einer wahren, der einzig wahren Fehlerkultur voller Fehlerfreundlichkeit, in der Fehler ja so süß und niedlich und putzig sind, dass man sie einfach nur liebhaben muss! Bullshit. Fehler zu machen, sich zu irren, über falsche Informationen zu verfügen oder Weiterlesen …

LebensZeitAlter – ein Juckreizwort

Neulich war ich mit einer Freundin in dem Film In die Sonne schauen. Er wurde ja sehr gut besprochen, geradezu gehiped, und tatsächlich wollte ich ihn, nachdem ich die Vorschau gesehen hatte, unbedingt anschauen. Hab ich dann also gemacht. Und war verwirrt. Denn zwar saß ich völlig gebannt vor der Leinwand, war fasziniert, mal erschüttert, Weiterlesen …

Die Kunst zu bauen und zu wohnen

Als Kind hast du dir eine Höhle gebaut. Bestimmt hast du das. Aus Decken und Tüchern, alten Mänteln, dem großen Wollschal, geblümten Sofakissen und deiner Bettdecke. Über Stühle oder Tische gehängt, mit Wäscheklammern und dickem Garn fixiert. Gemütlich war das, und du bist hineingekrochen und hast dich eingerichtet. Allein oder mit Schwester oder Freundin. Hast Weiterlesen …

Angst. Das Dämonische.

Eine Zumutung zur samstäglichen Vesperzeit: Angst entspringt angesichts der Möglichkeit zur Freiheit. Angst ist Angst vor dem Guten, und das Gute liegt in der Freiheit. In dieser Angst vor dem Guten liegt das Dämonische. Das Dämonische ist Angst vor dem Guten, wenn die Freiheit verloren ist und die Unfreiheit das Regiment übernommen hat. Das Dämonische Weiterlesen …

Fremd sind wir uns selbst.

Fremd sind wir uns selbst. Dieses Zitat von Paul Ricœur lässt gleich mehrere Saiten in mir anklingen. Einige tief gestimmte Saiten tönen in Melancholie, manch andere in Neugier auf die Welt. Eigentlich sollte man doch annehmen, man kennt sich selbst am besten. Andererseits weiß man um die eigenen blinden Flecken. Was darunter verborgen sein mag, Weiterlesen …

Es war ein Kind, das wollte nicht

Ich war ein garstiges Kind. Garstig wie ein Marabu. Das jedenfalls sagte meine Oma immer, was nicht heißen sollte, ich sei hässlich gewesen, obwohl so ein Marabu ja wirklich beklagenswert hässlich ist. Aber das war es nicht, sondern ich musste es mir immer anhören, wenn ich mal wieder ungezogen war, ungehorsam, und Widerworte gab. Ich Weiterlesen …

Rotz, Rosen und Revolte

Das Wochenende habe ich in München bei meiner lieben Freundin Katja verbracht und wir waren – beide kunstinteressiert – zusammen im Museum Brandhorst, in dem es eine Ausstellung zu „Fünf Freunden“ zu bewundern gab. DIese fünf Freunde sind nicht etwas die von Enid Blyton, sondern die Künstler John Cage, Merce Cunningham, Jasper Johns, Robert Rauschenberg Weiterlesen …

In Verbindung mit einem Kobold

Sei achtsam! Achte gut auf dich! Führe ein Leben in Achtsamkeit! Solche und ähnliche Aussagen hörst du sicher auch oft. Und bemühst dich um bewusstes Essen, übungshalber mit Rosine, meditatives Gehen, achtsame Sinneswahrnehmungen. Lauschst den Umgebungsgeräuschen, riechst an dem Stück Schokolade, bevor du es dir in den Mund steckst und es langsam, gaaaanz laaaangsaaaaam zergehen Weiterlesen …