Frauen (und du) im Porträt

An meinem Kühlschrank hängen diverse Magnete mit künstlerischen Darstellungen, meist Gemälde oder andere Kunstwerke. Darunter sind auch einige Frauenporträts, teils Selbstbildnisse. Oft ist der Blick direkt auf den*die Betrachter*in gerichtet, als schaue die abgebildete Personen einen direkt an, und man schaut zurück und es fühlt sich so an, als schaute man sich gegenseitig in die Augen.

Warum gabst du uns die tiefen Blicke,…*

Im Blick einer anderen Person sieht man sich selbst gespiegelt, aber nicht nur der Blick, das ganze Erscheinungsbild, ihr Auftreten und ihre Ausstrahlung sagen etwas über eine Person aus. Und indem wir emotional darauf reagieren, und das tun wir immer, sagt dies auch etwas über uns aus.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Welches der vier Bildnisse ist dir am sympathischsten?
Was genau ist dir sympathisch?
Was assoziierst du mit der so abgebildeten Person?
Wie fühlt sich das an und was lösen diese Gefühle in dir aus?

Welches ist dir eher unsympathisch?
Was genau an dem Bild ist dir unsympathisch?
Was assoziierst du mit der so abgebildeten Person?
Wie fühlt sich das an und was lösen diese Gefühle in dir aus?

Kennst du das, was du als sympathisch oder unsympathisch wahrgenommen hast, von dir auch? Magst du es an dir oder lehnst du es ab?

Wie geht es dir, wenn Menschen in deinem persönlichen Umfeld sich so zeigen oder geben, wie du es an den ausgewählten Bildern wahrgenommen hast?

Was an diesen Dingen fühlt sich stärkend an, was eher schwierig? Was würdest du gerne verändern und in welche Richtung?

Warum gabst uns, Schicksal, die Gefühle,
Uns einander in das Herz zu sehn,…

Sich in einem Bildnis wiederzuerkennen, kann zu mehr Selbsterkenntnis führen und darüber zu mehr Selbstbestimmung. Vielleicht gibt dir das einen tieferen Blick für dich selbst – wenn du nur schaust.

 

 

Du kannst dich mit Kunst tief in die Selbstreflexion führen lassen – finde mehr darüber heraus auf www.fabulame.de.

 

 

 

* Johann Wolfgang von Goethe
Bildnachweise:
Oskar Zwintscher, Bildnis mit gelben Narzissen, 1907; Museum Wiesbaden. Sammlung F.W. Neess. Postkartenfoto von Markus Bollen.
Marianne von Werefkin, Selbstbildnis, um 1910; Städt. Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau, München. Postkartenfoto nicht nachgewiesen.
Ferdinand Hodler, Entzücktes Weib, 1911; Kunstmuseum Solothurn, Dübi-Müller-Stiftung; Postkartenfoto SIK-ISEA Zürich.
Gabriele Münter, Sinnende, 1917; Städt. Galerie im Lenbachhaus, München; VG Bild-Kunst Bonn, 2016.

 

 

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